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Aktuelles: Freikarten für alle! (Andacht zur Jahreslosung 2022)

Eingereicht von sonja.froehlich am 01. Jan 2022 - 11:34 Uhr

Bezirks-Jugendgottesdienst [2]

Anfang Dezember waren wir im Europapark und konnten den Advents- und Weihnachtszauber dort mit unzähligen Lichtern und geschmückten Tannenbäumen genießen. Wunderschön! Und das Beste war: wir hatten Freikarten.

Dank einer lieben Freundin konnten wir als komplette Familie „einfach so“ in den Park hineinspazieren, ohne Eintritt zu bezahlen. Herrlich!

Heute halte ich eine andere "Freikarte [3]" in den Händen...

 Es ist eine Postkarte, blau und gelb. In dicken weißen Buchstaben steht „Freikarte“ darauf und etwas kleiner: „Auf alle übertragbar“, „Einlass jederzeit“ und „Gültig bis in Ewigkeit“. Diese Karte haben der Designer Andreas Kasparek und meine Lieblingsautorin Susanne Niemeyer von „Edition Ahoi [4]“ gemeinsam zur Jahreslosung 2022 gestaltet – zu dem Bibelvers, der über dem neuen Jahr steht und lange im Voraus von einer ökumenischen Kommission ausgesucht wurde.

Es ist ein Satz von Jesus aus dem Johannesevangelium: „Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen.“ Auf der Postkarte steht es etwas anders und so, dass alle Menschen gleichermaßen angesprochen sind: „Die zu mir kommen, werde ich nicht abweisen.“ Was für ein schöner Satz in einer Zeit, in der mir viele Türen nicht „einfach so“ geöffnet werden können, in der es Einlassbeschränkungen gibt. Sie sind pandemiebedingt und haben ihren Sinn, machen das Leben aber komplizierter und Spontanität oft schwer.

Mit diesen Zugangsvoraussetzungen kennen wir uns ja leider inzwischen alle aus. Und bei Gott gibt es die nicht? Eine Freikarte, einfach so? Das ist tatsächlich ein Grundgedanke des christlichen Glaubens, mit dem ich mich besonders schwer tue. In meinem Denken vergibt Gott sehr wohl Eintrittskarten: an die Bibelfesten und die Zweifellosen. An die 10-Gebote-Halter und die Viel-Beter. An die Richtig-Macher und die Fehlerfreien. Und scheinbar denke nicht nur ich so. Der Musiker Materia fragt sich in einem Song „Oh mein Gott, dieser Himmel! Wie komm ich da bloß rein?“ Die Band „Tote Hosen“ singt „Ich will nicht ins Paradies, wenn der Weg dorthin so schwierig ist!“

Aber Gott ist wohl ganz anders. Ich kann es an dem erkennen, was Jesus sagt und tut. Ich sehe es an dieser Jahreslosung und an der „Freikarte“ in meinen Händen: wer zu Jesus kommt, wird nicht weggeschickt und bekommt nicht die Tür vor der Nase zugeschlagen. Auf seiner Tür gibt es kein Schild mit der Aufschrift „Zutritt verboten“. Bei ihm gibt es keine Öffnungszeiten. Seine Tür steht immer offen, er kommt uns entgegen und winkt uns herein. Einfach so. Auf der Rückseite meiner Postkarte wird es konkret: „Die weinen. Die zweifeln. Die lachen. Die widersprechen. Die sich sehnen. Die lieben. Die suchen. Die stolpern. Die sich wundern. Die stören. Die zu mir kommen, werde ich nicht abweisen.“ Wer zu Jesus kommen möchte, muss keine Bedingungen erfüllen, in kein Schema passen und nichts mitbringen. Er lädt uns ein an einen Ort der Weite und Freiheit, der Gemeinschaft und der Menschenfreundlichkeit Gottes. In Jesus strahlt uns Gottes Herrlichkeit entgegen.

Sonja Fröhlich (Diakonin, sie arbeitet bei der Bezirksjugend als Bezirksjugendreferentin)

 
Links
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  3. https://bezirksjugend-babara.de/https://www.editionahoi.de/aktuell/
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